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Erste Stele der „Via Industrialis“ in Ehrenfeld eingeweiht

In Zusammenarbeit mit dem Verein Rheinische Industriekultur hat die Bürgervereinigung am 16. Juni 2018 die erste Stele der „Via- Industrialis“ im Leo-Amann-Park vor dem Bürgerzentrum Ehrenfeld einweihen können. Seit 2014 gibt es das Konzept der Via Industrialis. Kölner Industriekultur mit dem Motiv, die wichtigen Orte der Kölner Industriegeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die Bürgervereinigung ist Projektpartner in Ehrenfeld und war an den Gesprächen und Planungen beteiligt. Die Stele wurde finanziert durch bezirksorientierte Mittel der Bezirksvertretung Ehrenfeld.

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Einweihung der ersten Stele der „Via Industrialis“ in Ehrenfeld (v.l.): Bezirksbürgermeister Josef Wirges, Professor Walter Buschmann (Vorsitzender des Vereins Rheinische Industriekultur) und Dr. Dieter Brühl (Vorsitzender der Bürgervereinigung). (Foto: A. Stahl)

Die erste Stele im Stadtbezirk Ehrenfeld nimmt Bezug auf die Firma Wilhelm Leyendecker & Cie. Dieses Unternehmen wurde 1843 unter dem Namen Odenthal & Leyendecker in der Kölner Altstadt gegründet.. Hergestellt wurden unter anderem Bleiweiß und Bleirohre. Im Jahr 1869 entstand an der Venloer Straße in Ehrenfeld eine neue Fabrik, von der das Verwaltungsgebäude (heute Bürgerzentrum Ehrenfeld) und der Wasserturm (heute Quartier der Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. ) sowie die Werksmauer an der Venloer Straße erhalten blieben. Die Stele verweist auch auf den überörtlichen Zusammenhang des Bleibergbaus im Rheinland mit dem zeitweise größten Bleibergwerk Europas in Mechernich (Nord-Eifel) und mehreren anderen Betrieben in Köln, die diesen, auch im Bergischen Land und im Lahngebiet gewonnenen Rohstoff als Basis der Produktion nutzten, wie beispielsweise Lindgens & Söhne in Mülheim-Süd oder die Farbenfabrik W. A. Hospelt in Ehrenfeld an der Lichtstraße.


Ehemaliger Ehrenfelder Güterbahnhof

Ehrenfeld besaß ab 1863 einen ersten Güterbahnhof im Bereich der heutigen Stammstraße – Hüttenstraße -Ehrenfeldgürtel. Dort wurde ab 1865 auch eine Personenstation eingerichtet.

Wir verweisen auf das Foto „Bahnanlage vor der Rheinischen Glashütte“ (Rheinische Bildarchiv Köln Nr. 162335), welches auf Seite 7 in „Quer durch Ehrenfeld Teil 2“ von Johannes Maubach abgebildet ist. Das ist der Bereich zwischen Stammstraße ( früher Weyerstraße) und Hüttenstraße gewesen. Im Buch von Heinrich Rösger „Ehrenfeld , Vorort von Cöln“, das 1868 herausgegeben wurde, steht im Kapitel IV. „Gemeindewesen“ auf Seite 32/33:
„Die rheinische Eisenbahn, welche schon im Jahr 1836 in der Strecke zwischen Köln und Müngersdorf fertig gelegt wurde, hat 1863 in Ehrenfeld eine Güterstation einrichten lassen, die zum Aufschwunge der Ortschaft nicht wenig beigetragen hat. Von nun ab konnte der Kaufmann und der Fabrikant seine Ware in Ehrenfeld ebenso billig beziehen als auch in Cöln. Auch bauten sich seit dieser Zeit die größten Fabriketablissements an, welche notwendig durch einen Schienenstrang mit der Eisenbahn in Verbindung stehen müssen. Ich nenne nur beispielsweise die Hohlglasfabrik von Ph. Michel und die Eisenbahnwaggonfabrik von Herbrandt, an welche sich in der letzten Zeit noch mehrere andere angereiht haben und anreihen werden…. Mit der Güterstation wurde 1865 provisorisch eine Personenstation errichtet. Gegenwärtig ist man mit dem Bau eines größeren Stationsgebäudes daselbst beschäftigt, und wird dadurch ein bedeutender Vorteil für den nordwestlichen Theil von Ehrenfeld, der jetzt am Wenigstens bebaut ist, erzielt werden.“

Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser alte Güterbahnhof für den wachsenden Industriestandort Ehrenfeld zu klein und ein neuer Güterbahnhof an der Vogelsanger Straße wurde angelegt. Hierzu folgende Quelle:

„Der neue Ehrenfelder Güterbahnhof“ – Kölner Stadt-Anzeiger vom 27. März 1899

 


 

Erinnerungskultur und Erhalt denkmalwerter und ortsgeschichtlich bedeutender Grabstätten auf dem alten Ehrenfelder Friedhof in Kooperation mit der Werkstatt für Stadtteilgeschichte Köln-Ehrenfeld (Dr. Dieter Brühl).

  • Errichtung der Gedenkstätte Bürgermeister Hugo Jesse (2013-2014)

    Gefördert mit Mitteln der Bezirksvertretung Ehrenfeld

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Einweihung der Gedenkstätte am 26. September 2014 (Fotos: Brühl)

  • Restaurierung der Einfassung am Grab von Wilhelm Hackländer

    Kooperation mit dem Kölner Jugendwerkzentrum der Katholischen Jugendagentur Köln (2015-2016). Gefördert mit Mitteln der Bezirksvertretung Ehrenfeld.

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Stand Januar 2015                        Stand August 2016 (Fotos: Brühl)

 

  • Gedenkstein Bürgermeister Christian Leopold Schult (2017)

 


 

Ausweitung der „Via Industrialis“ des Fördervereins Rheinische Industriekultur auf Ehrenfelder Gebiet (Kooperationsprojekt).

 


 

Umfeldneugestaltung „Ehrenfelder Kreuz“ im Inneren Grüngürtel an der Venloer Straße (Kooperation BVE mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen). Realisiert im Sommer 2017.

IMG_8846 Aufnahme Juli 2017