Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld von 1954 e.V.

Seit 1954 in Bewegung für's Veedel!

7. November 2021
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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Zum Tod von Bert Büser

Abschied von verdienstvollem Mitglied

Die Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld trauert um sein langjähriges Mitglied Bert Büser aus Neuehrenfeld. Bert Büser war seit Beginn seiner Mitgliedschaft 1993 zusammen mit seiner Frau aktiv in unser Vereinsleben eingebunden. Über zwei Jahrzehnte war er zudem als Kassenprüfer ein zuverlässiger Unterstützer der Arbeit der Bürgervereinigung. Auch sein Engagement für das Neuehrenfelder Vereinsleben, unter anderem bei den „Ihrefelder Chinese“ – deren Vorsitzender Büser von 1993 bis 2007 war – und  bei den „BarbarAnnitern“ – verdient Respekt und Anerkennung. Wir werden seine Leistungen in ehrenvoller Erinnerung behalten. Unsere Gedanken sind bei seiner Ehefrau und seinen Kindern.

Für den Vorstand

Dr. Dieter Brühl (Vorsitzender)

Hajo Felser (Stellvertretender Vorsitzender)

7. November 2021
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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Tag des offenen Denkmals in Ehrenfeld 2021

Führung der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld zum Helios-Haus und zum Blau-Gold-Turm

Ehrenfeld. Zum Tag des Offenen Denkmals in Köln veranstaltete die Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld in Kooperation mit der Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln am Samstag, 11. September, eine Führung zu den Industriedenkmalen Helios-Haus und Blau-Gold-Turm. Unter Führung von Johannes Maubach, Ehrenvorsitzender der Bürgervereinigung, begab sich die Gruppe auf eine spannende Geschichtstour durchs Veedel mit Exkurs in den Ehrenfelder Karneval. Eine erste Führung fand um 10.30 Uhr, eine zweite um 12.30 Uhr statt. Treffpunkt war jeweils vor dem Helios-Haus an der Venloer Straße 389. Die Firma Helios ist eng verbunden mit der Ehrenfelder Industriegeschichte und der Entwicklung der Elektrizität im ausgehenden 19. Jahrhundert. Besichtigt wurde das im Original erhaltene Treppenhaus des ehemaligen Verwaltungsgebäudes (erbaut um 1900). Der ehemalige alte Wasserturm der VDM Metallwerke im Leo-Amann-Park wurde in den 1980er-Jahren von dem Traditionskorps Bürgergarde „blau-gold“ vor dem Abriss gerettet, restauriert und unter Denkmalschutz gestellt. Der Turm ist heute Domizil der Bürgergarde, deren geschichtliche Wurzeln bis ins 19. Jahrhunderts zurückreicht und vor Ort erläutert werden.

Blau-Gold-Turm im Leo-amann-Park im März 2021

Blau-Gold-Turm im Leo-Amann-Park im März 2021

 

Helios Turm 2019

Helios Turm 2019

Kölner Wochenspiegel 03.09.2021

Kölner Wochenspiegel 03.09.2021

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16. März 2021
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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Kegelcasino in der Thebäerstraße

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An dieser Stelle wollen wir historische Motive aus Ehrenfeld und Neuehrenfeld vorstellen. Vieles davon ist bereits Geschichte und existiert schon lange nicht mehr. Umso wichtiger erscheint es uns, diese Stadtteilgeschichte in Erinnerung zu rufen, um nachwachsenden Generationen und „Ihrefelder Immis“ die Geschichte unseres Veedels näher zu bringen.

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Weinhaus Ritter – Die alte Ansichtskarte zeigt Außen- und Innenansichten des Weinhauses Ritter in der Thebäerstraße 17b. In den 1950er- und 1960er-Jahren ein Treffpunkt des Ehrenfelder Lebens. Auf der Rückseite wirbt die Karte mit „Sälchen für ca. 250 Personen, 2 Bundeskegelbahnen und Gesellschaftsräumen“. Inhaber war die Familie Trost. Seit 1930 Weinhaus Ritter von Else und Michael Ritter. Deren Tochter Annemie und Ehemann Willi Trost führten das Lokal als „Kegelcasino Trost“ weiter.

Auch für die Bürgervereinigung eine historische Stätte.

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Fotos: W. Chedell, Köln-Ehrenfeld /Repro: Dieter Brühl (Archiv Werkstatt für Stadtteilgeschichte Köln-Ehrenfeld)

Die Chronik der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld führt dazu aus:

„Am 20. April 1955 findet unter großer Beteiligung der Bürgerschaft und positivem Presse-Echo die erste öffentliche Bürgerversammlung im Weinhaus Ritter (Kegelcasino), Thebäerstraße 17b, statt. Etwa 200 Bürger waren gekommen“.

„21. November 1955 Weinhaus Ritter: Erste Mitgliederversammlung. Vorsitzender Hans Wild berichtet. Geschäftsführer Dr. Franke spricht über „Aufgaben und Ziele der Bürgervereinigung“. Vorstandsmitglied Esser legt die Satzung vor.“

Bereits vor dem Weinhaus Ritter bestand in der Thebäerstraße 17b auch schon um die Jahrhundertwende ein Lokal: die Gaststätte Demann.

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Gaststätte Demann – Thebäerstraße 17b – um 1901

8. Februar 2021
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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140 Jahre Stadtrechte

2019 – 140 Jahre Stadtrechte von Ehrenfeld

2019 feiert Ehrenfeld die Verleihung der Stadtrechte vor 140 Jahren. Nach zähem Ringen wurde die seit 1867 selbstständige Gemeinde Ehrenfeld 1879 zur kreisfreien Stadt. Als Symbol dieser Eigenständigkeit galt das alte Ehrenfelder Rathaus. 1880 errichtet nach einem Entwurf von Dombaumeister Vincenz Statz. Es wurde 1956 abgetragen. Einziges Relikt ist die Sandsteinplastik der „Justitia“ der ehemaligen fassade. Sie ist heute im Besitz der Bürgerverinigung und im „Blau-gold-Turm“ der Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. im Leo-Amann-Park untergebracht. Die Eigenständigkeit Ehrenfelds als Stadt währte gut neun Jahre. Unter Bürgermeister Hugo Jesse wurde am 1. April 1888 die Eingemeindung nach Köln vollzogen.

Grafik von Gerhard Wilczek angefertigt anlässlich der Feierlichkeiten "100 Jahre Ehrenfeld - Stadtteil von Köln" im Jahr 1988 (copyright: Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld)

Grafik von Gerhard Wilczek angefertigt anlässlich der Feierlichkeiten „100 Jahre Ehrenfeld – Stadtteil von Köln“ im Jahr 1988 (copyright: Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld)

Gedenkmedaille 1988: "100 Jahre Ehrenfeld - Stadtteil von Köln". (Durchmesser 35 mm; zweiseitig geprägt), Avers: Göttin Justitia mit Ehrenfeld-Panorama (Marienkapelle, Friedenskirche, Rathaus, Helios-Turm). Revers: Wappen der Stadt Ehrenfeld. (Grafik: Gerhard Wilczek; ©: Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld)

Gedenkmedaille 1988: „100 Jahre Ehrenfeld – Stadtteil von Köln“. (Durchmesser 35 mm; zweiseitig geprägt), Avers: Göttin Justitia mit Ehrenfeld-Panorama (Marienkapelle, Friedenskirche, Rathaus, Helios-Turm). Revers: Wappen der Stadt Ehrenfeld. (Grafik: Gerhard Wilczek; ©: Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld)

Ehrenfelder Gedenkmedaillen herausgegeben von der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld

Gedenkmedaille 1979: Stadtrecht für Ehrenfeld vor 100 Jahren. 25 Jahre Bürgervereinigung. (Grafik: Gerhard Wilczek, ©: Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld)

Gedenkmedaille 1979: Stadtrecht für Ehrenfeld vor 100 Jahren. 25 Jahre Bürgervereinigung. (Grafik: Gerhard Wilczek, ©: Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld)

Gedenkmedaille 1983: "30 Johr lang trecke Ihrefelder Jecke". Festausschuss Ehrenfelder Karneval. (Grafik: Gerhard Wilczek, ©: Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld)

Gedenkmedaille 1983: „30 Johr lang trecke Ihrefelder Jecke“. Festausschuss Ehrenfelder Karneval. (Grafik: Gerhard Wilczek, ©: Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld)

Medaille 2013: "125 Jahre Ehrenfeld Stadtteil von Köln" (© Bürgervereinigung köln-Ehrenfeld)

Medaille 2013: „125 Jahre Ehrenfeld Stadtteil von Köln“ (© Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld)

9. September 2020
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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4711-Stele der Via-Industrialis

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner dem Förderverein Rheinische Industriekultur e.V., hat die Bürgervereinigung am 1. September die 4711-Stele der „Via Industrialis – Rheinische Industriekultur“ der Öffentlichkeit präsentiert.

Enthüllung einer Stele der „Via Industrialis“

Barthonia Forum Ehrenfeld, Venloerstraße 241

Die Enthüllung der Stele wird begleitet durch Kurzansprachen von

• Josef Wirges, Bezirksbürgermeister Stadtbezirk Ehrenfeld
• Prof. Dr. Walter Buschmann, Rheinische Industriekultur e.V.
• Dr. Dieter Brühl, Vorsitzender der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld

• Dieter Streve-Mülhens, ehemaliger Gesellschafter der Ferd. Muelhens KG

 

Seit 2014 gibt es das Konzept der Via Industrialis. Kölner Industriekultur mit dem Motiv, die wichtigen Orte der Kölner Industriegeschichte stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Das Konzept wurde entwickelt durch den Förderverein Rheinische Industriekultur e. V. Es ruht auf drei Säulen:

• einer Internet-Präsentation: http://www.via-industrialis.de/

• einer gedruckten Darstellung: Walter Buschmann / Mathias Hennies / Alexander Kierdorf: Kölner Industriekultur. Entdeckungsreise Kölner Industriekultur, Klartext-Verlag Essen 2018

• Informationsstelen als Aufmerksamkeitszeichen im öffentlichen Raum

Via Industrialis in Ehrenfeld

Im Juni 2018 wurde in Ehrenfeld die erste Via-Industrialis-Stele im Leo-Amann-Park vor dem Bürgerzentrum Ehrenfeld aufgestellt. Sie erinnert an den ehemaligen Industriestandort der Fa. Wilhelm Leyendecker & Cie. und den Bleibergbau im Rheinland.

Am 1. September 2020 wird erneut eine Informationsstele der Via Industrialis enthüllt. Die Stele nimmt Bezug auf 1874 an der Venloer Straße erbaute Produktionsstätte von 4711. Nach Kriegsschäden wurden die Gebäude im Wesentlichen zwischen 1950 und 1958 nach Entwurf des Architekten Wilhelm Koep erneuert. Das Verwaltungsgebäude entstand 1960-62.

Die Stele wurde finanziert durch den Eigentümer des für Kleinapartments umgebauten ehemaligen Verwaltungsgebäudes: corestate-capital. An den Gesprächen und Planungen für diese, wie auch für weitere Stelen zur Via Industrialis in Ehrenfeld hat sich die Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld beteiligt.

3. April 2019
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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„Ihrefelder Heimatovend“

„Ihrefelder Heimatovend“ der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld am 9. Januar mit Ordenspräsentation der KG Kölsche Rotshäre

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Heimatleed un Rothuus-Orden

Super Stimmung beim „Ihrefelder Heimatovend“ der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld.
Gemeinsam mit Mitgliedern, Gästen und Vertretern der Ehrenfelder Karnevalsgesellschaften feierte die Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld zusammen mit der KG Kölsche Rotshäre von 1990 e.V. einen „Ihrefelder Heimatovend“ im Pfarrsaal von St. Joseph. Die „Rotshäre“ präsentierten an diesem Abend ihren diesjährigen Sessionsorden, der das alte Ehrenfelder Rathaus als Motiv zeigt. Ehrenfeld feiert in diesem Jahr die Verleihung der Stadtrechte vor 140 Jahren.

Als erster erhielt das Ehrenzeichen der Ehrenvorsitzende der Bürgervereinigung Johannes Maubach. Auch Bezirksbürgermeister Josef Wirges dankte den „Rotshäre“ dafür, dass sie anlässlich des „Stadt-Jubiläums“ die Geschichte Ehrenfelds mit ihrem Orden lebendig halten. Passend dazu spielte der „Kapellmeister“ Hajo Felser, der stellvertretende Vorsitzende der Bürgervereinigung, das Ihrefelder Heimatleed von Ludwig Sebus an.

Am 8.10. 1879 wurde Ehrenfeld kreisfreie Stadt. Als weithin sichtbares Zeichen dieser Eigenständigkeit, ließen die damaligen Stadtverordneten ein repräsentatives Rathaus im neugotischen Stil vom damaligen Kölner Diözesanbaumeister Vincenz Statz an der Venloer Straße errichten. Dieses Rathaus wurde 1880 fertig gestellt und galt als das schönste neugotische Bauwerk in den Kölner Vororten. Von dort aus bestimmte die Stadtverordnetenversammlung unter Führung des Bürgermeisters Hugo Jesse (1843 -1918) bis zur Eingemeindung von Ehrenfeld nach Köln am 1. April 1888 die Geschicke Ehrenfelds. Leider können wir von der Pracht des Baues heute an Ort und Stelle nichts mehr bewundern. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Rathaus schwer beschädigt. Turm, Fassade und Treppenhaus blieben zwar erhalten, wurden aber dennoch 1956 abgetragen.

Die KG Kölsche Rotshäre von 1990 e.V. hat auf Initiative der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld von 1954 e.V. das historische Ehrenfelder Rathaus als Vorlage für Ihren diesjährigen Sessionsorden genommen. Mit der Abbildung unseres alten Rathauses auf ihrem Ehrenzeichen würdigen die „Rotshäre“ das für die Ehrenfelder Stadtgeschichte wohl bedeutendste Gebäude. Ich danke den „Rotshäre“ für ihr Engagement für den „Fastelovend o´m Ihrefeld“.

Die Bürgervereinigung bedankt sich bei Frau Angelika Stahl für die Überlassung der Fotos!

 

http://bv-koeln-ehrenfeld.de/wp-content/uploads/2019/04/190110_KStA_Ehrenfeld_Jubilaeum_Roesgen.pdf

 

24. August 2018
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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Teileröffnung Eifelzoo

Eifelzoo in Lünebach hat am Samstag, 18. August Teile des Tierparks wieder eröffnet– Schnelle Unterstützung durch Helferinnen und Helfer sowie eine Spendensammlung der Bürgervereinigung

Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld übergibt Spenderliste an die Familie Wallpott

Lünebach/Ehrenfeld. Es geht voran im Eifelzoo. Die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten sind nun soweit fortgeschritten, dass ein Teil der Anlage am Samstag, 18. August, wiedereröffnet werden konnte. Bereits am ersten Wochenende und den dauffolgenden Tagen kamen mehrere hundert Besucher in den naturnahen Tierpark.

Das ist eine gute Nachricht für alle Freunde und Förderer des Tierparks der Familie Wallpott in der Nähe von Prüm (Südeifel). Annemie Wallpott, die Witwe des 2017 verstorbenen Zoogründers Hans Wallpott, hat mit Unterstützung ihrer Familie, der Zoo-Mitarbeiter und ehrenamtlicher Helfer den Tierpark in den vergangenen zweieinhalb Monaten viel unternommen, um den Eifelzoo so schnell wie möglich wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gehege wurden gesäubert, Wege und Zäune erneuert, die Kleineisenbahnanlage instandgesetzt und das „Miniatur-Eifeldorf“ – neben den Tieren eine weitere Attraktion im Zoo – gesäubert.

3F8A0008Durch ein schweres Unwetter am 1. Juni dieses Jahres, war der Eifelzoo schwer verwüstet worden. Starkregen verwandelte den sonst so romantisch durch den Zoo verlaufenden Bierbach zu einem reißenden Strom. Er trat über die Ufer und überflutete vor allem die in der Talaue gelegenen Teile des Zoos. Gehege, Zäune, Wege und Schmuckanlagen wurden durch die Wassermassen verwüstet und schwer beschädigt. Seitdem ist der Zoo für die Öffentlichkeit geschlossen. Einige Tiere mussten vorübergehend in andere Zoos und Wildparks ausgelagert werden.

Gleich nach der Katastrophe wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen. Schlamm und Geröll mussten beseitigt werden, gleichzeitig die verblieben Tiere weiterhin versorgt und gepflegt werden. Eine Herkulesaufgabe für das Zoo-Team vor Ort – auch finanziell, denn durch die Schließung fehlten die Einnahmen. Um die dringend notwendigen Arbeiten erledigen zu können und die Tiere weiterhin mit Futter zu versorgen, waren also schnell finanzielle Mittel notwendig. Maschinen, Werkzeuge und Gerätschaften für die Tierpflege waren durch die Flut vernichtet worden und mussten schnell neu angeschafft werden. Geholfen hat da auch eine Spendenaktion, die durch die Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld ins Leben gerufen wurde und für die im Freundeskreis und Bekanntenkreis in Ehrenfeld und Köln geworben wurde. Gerade im jahrzehntelangen Wirkungskreis des Zoogründers Hans Wallpott, fanden sich schnell Spender, die unterstützen wollten. Mehrere tausend Euro sind so binnen acht Wochen auf den Konten der Bürgervereinigung zusammengekommen. Das Geld wurde direkt an den Eifelzoo überwiesen – eine Soforthilfe, die schnell Wirkung zeigte. Werkzeuge, Material und Futter für die Tiere konnten gekauft werden.

Übergabe der Spenderliste im Eifelzoo am 8. August 2018 (v.l.): Dominik Wallpott, Ken Reise, Johannes Maubach, Markus Wallpott, Annemie Wallpott, Hajo Felser und Dieter Brühl (Foto: Digitalfotografie Fischer)

Übergabe der Spenderliste im Eifelzoo (v.l.): Dominik Wallpott, Ken Reise, Johannes Maubach, Markus Wallpott, Annemie Wallpott, Hajo Felser und Dieter Brühl (Foto: Digitalfotografie Fischer)

Der Ehrenvorsitzende der Bürgervereinigung, Johannes Maubach, und der Vorsitzende der Bürgervereinigung, Dieter Brühl, sowie sein Stellvertreter, Hajo Felser, beteiligten sich selbst an mehreren ehrenamtlichen Hilfseinsätzen im Zoo. Gemeinsam übergaben sie Annemie Wallpott eine Liste mit den 2018 eingegangenen Spenden. Die Familie Wallpott zeigte sich sehr dankbar für die schnelle und unkomplizierte Hilfe. Sie dankt allen Spendern ausdrücklich für deren Unterstützung.

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Hintergrund Hans Wallpott und Eifelzoo

Der Ehrenfelder Geschäftsmann Hans Wallpott war von 1968 bis 1987 stellvertretender Vorsitzender der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld. Seit 1955 war er dort bereits als Vorstandsmitarbeiter aktiv. 1977 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt, seit 1987 bis zu seinem Tod im Mai 2017 war Hans Wallpott Ehrenvorsitzender der Bürgervereinigung. Er war 1965 Mitbegründer des „Ehrenfelder Kinderdreigestirns“ aus dem später das Kölner Kinderdreigestirn hervorging. Wallpott gehörte auch zu den Mitbegründern des Festausschusses Ehrenfelder Karneval, dessen Vizepräsident er von 1969 bis 1987 gewesen ist. Seit den 1970er-Jahren hat Wallpott auch maßgeblich die Entwicklung der Bürgergarde „blau-gold“ e.V. Köln von 1904 zu einem der neun Traditionskorps im Kölner Karneval vorangetrieben. Es besteht also eine langjährige Verbundenheit zwischen der Bürgervereinigung und der Familie Wallpott, die gerade von den älteren Mitgliedern von Respekt und Anerkennung für die Lebensleistung von Hans und Annemie Wallpott für Ehrenfeld, Köln und das Brauchtum geprägt ist.

3F8A03061972 öffnete Wallpott seinen privaten Tierpark in der Eifel der Öffentlichkeit. Der Eifelzoo wurde stetig ausgebaut und der Tierbestand kontinuierlich vergrößert. Eingebettet ins malerischen Bierbachtal mit seinem Waldsee entstanden viele Tiergehege und zahlreiche Verweilmöglichkeiten. Pittoreske Häuser, eine Kapelle und liebevoll gestaltete Schmuckanlagen finden sich verstreut auf dem 300000 Quadratmeter großen Zoogelände.

Mit einem neuen Konzept möchte die Familie Wallpott nach der Wiedereröffnung die Zukunft des Eifelzoos langfristig sichern. Denn für junge Familien mit Kindern und Schulklassen sowie Gruppen und Vereine ist der Eifelzoo ein ideales Ausflugziel. Als „Natur-Eifel-Zoo“ möchte man künftig Gäste aus dem nahegelegenen Luxemburg und Belgien sowie aus dem gesamten Rheinland begrüßen.

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Viele weitere Informationen über den Eifelzoo in Lünebach finden sich auf der Internetseite des Zoos.

www.eifel-zoo.de

10. August 2018
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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Eifelzoo in Not

Eifelzoo in Not

Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld unterstützt den „Eifelzoo“ in Lünebach/Eifel

Liebe Mitglieder und Freunde der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld,

der Eifelzoo im rheinland-pfälzischen Lünebach bei Prüm ist durch das Unwetterereignis am 1. Juni 2018 schwer geschädigt worden. Der private Zoo wurde Anfang der 1970er-Jahre von Hans Wallpott, Geschäftsinhaber in Ehrenfeld (Wallpott Bekleidung) und langjähriger stellvertretender Vorsitzender der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld, gegründet. Die Bürgervereinigung war mit Hans Wallpott immer eng verbunden. Er ist im vergangenen Jahr, am 16. Mai 2017, verstorben. Er war von 1968 bis 1987 stellvertretender Vorsitzender. Seit 1955 hatte er bereits als Vorstandsmitarbeiter aktiv die Geschicke unseres Vereins mitgestaltet und mit seinem Unternehmergeist die Entwicklung Ehrenfelds nach dem Krieg maßgeblich gefördert. Seit 1977 war Hans Wallpott Ehrenmitglied, seit 1987 Ehrenvorsitzender der Bürgervereinigung. Er war 1965 Mitbegründer des „Ehrenfelder Kinderdreigestirns“ aus dem später das Kölner Kinderdreigestirn hervorging. Wallpott gehörte auch zu den Mitbegründern des Festausschusses Ehrenfelder Karneval, dessen Vizepräsident er von 1969 bis 1987 gewesen ist. An vielen Stellen im Veedel hat sich Hans Wallpott für die Bürgerinteressen eingesetzt und bleibende Spuren hinterlassen. In diesem Zusammenhang sei auf den Erhalt des historischen Wasserturms im Leo-Amann-Park hingewiesen, den heutigen „Blau-Gold-Turm“.

Der Eifelzoo, der heute noch von der Familie Wallpott betrieben wird, braucht jetzt Unterstützung. Die Aufräumarbeiten dauern an und die Zukunft des Zoos ist ungewiss. Benötigt werden vor allem finanzielle Mittel für die Herrichtung der Gehege und für Tierfutter. In alter Verbundenheit hilft die Bürgervereinigung deshalb dem Zoo durch eine vereinseigene Spende und sammelt zusätzlich Spenden ein.

Am Samstag, 23. Juni, um 10.30 Uhr bietet die Bürgervereinigung gemeinsam mit ihrem Ehrenmitglied Johannes Maubach die Sonderführung „Auf den Spuren von Hans Wallpott in Ehrenfeld“ an. Treffpunkt ist an der Marktkapelle St. Mariae Himmelfahrt, Geisselstraße 1. Von dort geht es über die Venloer Straße bis zum „Blau-Gold-Turm“

Für den Vorstand

Dr. Dieter Brühl, Vorsitzender

Hajo Felser, Stellvertretender Vorsitzender

 

 

 

 

26. Oktober 2017
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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Tag des offenen Denkmals

Dank an Johannes Maubach

Unser Ehrenvorstitzender Hans Maubach hat es auch in diesem Jahr dankenswerter Weise übernommen, die Bürgervereinigung beim „Tag des offenen Denkmals“ würdig zu vertreten. Bei zwei sonntäglichen Führungen am 10. September hat er über 200 geschichtsinteressierte Bürgerinnen und Bürger vom Helios-Haus zum „blau-gold“-Turm geführt und mit Wissenswertem und Anekdoten aus dem „ahle Ihrefeld“ versorgt. Für sein unermüdliches Engagement möchte ich ihm im Namen des Vorstandes ausdrücklich danken!

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Tag des offenen Denkmals der Stadt Köln

Viele Kölner Denkmäler sind normalerweise nicht oder nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich. Dies ändert sich jedes Jahr am Tag des offenen Denkmals. Dann werden viele Führungen zu Denkmälern angeboten, teils als Rundgänge, vor allem aber in sonst für Publikum oftmals geschlossenen Gebäuden.

Seit 25 Jahren beteiligt sich Köln an der bundesweiten Aktion, die von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn koordiniert wird. Der Tag des offenen Denkmals findet immer jeweils am zweiten Sonntag im September statt. Die Veranstaltungen in Köln werden jährlich von vielen begeisterten Gästen besucht.

2017 lädt der bundesweite Tag des offenen Denkmals dazu ein, sich mit den vielfältigen Ausdruckformen von „Macht und Pracht“ in allen relevanten Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte einmal bewusster auseinanderzusetzen. Dies wird in Köln am 9. und 10. September 2017 mit zahlreichen Veranstaltungen an bereits bekannten aber auch vielen neuen interessanten Orten geschehen. (Quelle: Internetseite der Stadt Köln)

Auch die Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals. Unser Ehrenvorsitzender Johannes Maubach führt zum Thema „Industriebauten des 19. Jahrhunderts in Ehrenfeld“.

Der Rundgang beginnt mit der Besichtigung des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen
Helios-AG (1882). Nach einem Blick auf das „Wahrzeichen Ehrenfelds“ (um 1890) führt der
Weg zum ehemaligen Werksgelände der Waggonfabrik Herbrand (1869), vorbei an Bezirksrathaus und „Läsche-Nas-Brunnen“, und von dort zum ehemaligen Kontorhaus der Röhrenfabrik Müllers (1872) in der Herbrandstraße, in dem heute die Jugendhilfe Köln e.V. untergebracht ist. Nicht weit ist es bis zum ehemaligen „Wasserturm“
der Firma Leyendecker (1866), der durch die Bürgergarde „blau-gold“ vor dem Verfall gerettet wurde und seit 1989 die Heimat der Bürgergarde ist. Hier befindet sich auch die „Justitia“ (1880) vom Rathaus der ehemaligen Stadt Ehrenfeld.

Führungen: So. 10.9., 10:30, 13:00 Uhr, Johannes Maubach;
Dauer jeweils 90 Minuten, ca. 1 km
Treffpunkt: Vor dem Haus Venloer Straße 389
Veranstalter: Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld in Verbindung mit
Firma Bauwens, Jugendhilfe Köln und Bürgergarde
„blau-gold“ Köln
Bus und Bahn: 3, 4, 13, 141, 142, 143 Venloer Straße/Gürtel

(Quelle: Programmheft der Stadt Köln)

7. September 2017
von Bürgervereinigung Ehrenfeld
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Abriss nach 144 Jahren

Alte „Stadt-Kasse von Ehrenfeld“ – Abriss nach 144 Jahren

Das historische „kleine Rathaus von Ehrenfeld“ wurde niedergelegt – Gebäude war bis 1888 Außenstelle des Bürgermeisteramtes der Stadt Ehrenfeld

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Ehrenfelds Stadtkölnische Zahlstelle und Sparkassen-Zweigstelle

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Das alte Backsteinhaus am Ehrenfeldgürtel 112 existiert nicht mehr. Die Familie von Umbscheiden, denen das Haus und das benachbarte Grundstück gehört, hat den Abriss veranlasst und wird dort neue Wohnungen bauen lassen. Rein formal korrekt, denn eine ordnungsgemäße Abbruch- und Baugenehmigung der Stadt Köln liegt vor. Der Stadtkonservator hatte keine Einwände gegen die Niederlegung des 144 Jahre alten Hauses. Eine Unterschutzstellung gemäß Denkmalschutzgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen wurde abgelehnt. Laut Amt Stadtkonservator erfüllte das Gebäude nicht die notwendigen Kriterien zur Unterschutzstellung, da es im Laufe der Zeit baulichen Veränderungen unterworfen gewesen sei. Dabei wurde der geschichtliche Kontext des Hauses nie wirklich erfasst und gewürdigt. Immerhin gehörte das Haus mit den angrenzenden Gebäuden zu einem Gesamtensemble früher industrieller und städtischer Entwicklung unseres Stadtteils. Argumente, die in diesem Fall die städtischen Denkmalschützer nicht interessierten. Das Bauaufsichtsamt hat Anfang 2017 auf Antrag des Eigentümers die Genehmigung für den Abbruch erteilt. Nun sind die Mauern gefallen.

Das Gebäude wurde im neogotischen Stil um 1873/74 an der damaligen Bahnhofstraße 48 (später Dechenstraße 48, heute Ehrenfeldgürtel 112) erbaut. Bauherr war seinerzeit der Unternehmer August Stange (1823-1897), dessen in den 1860er Jahren begründete Firma Aug. Stange & Co. südlich anschloss. Stange stand später als „Stadtempfänger“ im Dienst der Stadt. Im Adressbuch von 1888 findet sich folgender Eintrag: „Stadt-Kasse“, Stadt-Empfänger: August Stange, Bahnhofstraße 46, 48″. Das Gebäude hatte also behördliche Funktion und war als „Stadt-Kasse“ Außenstelle des Bürgermeisteramtes im Rathaus an der Venloer Straße.

Im Adressbuch aus dem Jahre 1895 findet sich folgender Eintrag: „August Stange, Rendant der stadtkölnischen Zahlstelle und Sparkassen-Zweigstelle, Ehrenfeld, Dechenstraße 48“. August Stange vererbte das Haus an seine Kinder. Seine Tochter Emma war verheiratet mit dem Oberstadtsekretär und Standesbeamten des Bezirks Ehrenfeld, Heinrich Fuchs. Beide bewohnten das Haus nach Stanges Tod ab 1897. Heinrich Fuchs war  „Vorsteher der stadtkölnischen Verwaltungsstelle Ehrenfeld“ im alten Rathaus an der Venloer Straße (im 2. Weltkrieg stark beschädigt, 1956 abgerissen). Unter der Rubrik „Ehrung“ heißt es in einer Meldung im Kölner Stadt-Anzeiger vom 5. Oktober 1905: „Am 1. Oktober waren es 25 Jahre, daß der Vorsteher der stadtkölnischen Verwaltungsstelle und des Königlichen Standesamtes, Ober-Stadtsekretär Heinrich Fuchs in Köln-Ehrenfeld als Beamter dort tätig ist. Herr Fuchs, der vorher schon in Westfalen angestellt war, trat allerdings noch unter dem Ehrenfelder Regime ein. Ihm war es vergönnt, bei der rapiden Entwicklung Ehrenfelds tatkräftig als erster Sekretär in der Verwaltung unter Bürgermeister Jesse mitzuwirken. Als 1888 die Eingemeindung erfolgte, blieb der allseitig beliebte und mit den Verhältnissen vertraute, tüchtige Beamte in obengenannter Eigenschaft in Ehrenfeld. Seine Verdienste wurden von Seiten der Stadt Köln durch die spätere Beförderung zum Ober-Stadtsekretär anerkannt…“. Es ist daher nicht verwunderlich, dass das Gebäude Ehrenfeldgürtel 112 in dem sowohl der „Rendant der Zahlstelle Ehrenfeld“ (s. Adressbuch Köln 1891) August Stange bis zu seinem Tod wohnte (s. Sterbeurkunde vom 18. Juni 1897) und in dem später der Standesbeamte und Ober-Stadtsekretär Heinrich Fuchs wohnte (s. Sterbeurkunde seiner Frau Emma vom 9. August 1921)  in früheren Zeiten im Volksmund auch als „Rathaus“ oder „Zollhaus“ bezeichnet wurde.

Während nun die Grabstätte von August Stange und dessen Schwiegersohn Heinrich Fuchs auf dem Friedhof Melaten (Alter Ehrenfelder Friedhof, Flur E 4a 4-5) noch existiert und als erhaltenswert eingestuft ist, ist das für die Ortsgeschichte bedeutendere Gebäude am Ehrenfeldgürtel 112 nun abgerissen worden.

IMG_3971 (FILEminimizer) Grabstätte Stange/Fuchs auf dem Ehrenfelder Friedhof

Das Haus Ehrenfeldgürtel 112 war eines der letzten Gebäude aus der Gründungszeit Ehrenfelds. 1845 gegründet,  gehörte Ehrenfeld zunächst zur Bürgermeisterei Müngersdorf im Landkreis Köln. 1867 wurde Ehrenfeld eigenständige Gemeinde unter Bürgermeister Christian Joseph Leopold Schult (1829 Glessen – 1878 Ehrenfeld). Ehrenfeld war damals schon zu einem bedeutender Standort von Industrie und Gewerbe vor den Toren der Stadt Köln avanciert und strebte selbst das Stadtrecht an. Die Erbauung des Hauses Ehrenfeldgürtel fällt also in die Zeit, als die ab 1867 eigenständige Gemeinde Ehrenfeld das Stadtrecht anstrebte. 1875 in den „Stand der Städte“ erhoben, wurde Ehrenfeld nach zähem Kampf mit den preussischen Institutionen 1879 die „Städte-Ordnung“ verliehen. Das Backstein-Gebäude war also ein letztes bauliches Zeugnis aus der Geschichte Ehrenfelds vor der Eingemeindung nach Köln 1888.

So ging wieder ein Stück altes Ehrenfeld den „Bach runter“. Ich als Vorsitzender der Bürgervereinigung Ehrenfeld habe mich bereits im Sommer 2015 in einem persönlichen Gespräch mit Helga von Umbscheiden für den Erhalt des für die Ortsgeschichte Ehrenfelds bedeutenden Hauses eingesetzt. Da waren die Planungen allerdings schon so weit fortgeschritten, dass in der Sache nichts mehr zu machen war. Auch eine briefliche Intervention bei Oberbürgermeisterin Henriette Reker konnte den Abriss des Hauses letzten Endes nicht verhindern.

Dr. Dieter Brühl

Vorsitzender der Bürgervereinigung Köln-Ehrenfeld, Juni 2017 (bear. 8. Juni 2018)